VIA ROMA 7 - 28896 QUARNA SOTTO (VB) - IT

MUSEO DELLE QUARNE 

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Das untere Stockwerk beherbergt die ethnografische Ausstellung mit vielen Gegenständen, welche die agrarwirtschaftliche Tradition von Quarna bezeugen. Es sind hier auch einige typische Wohn- und Arbeitsräume rekonstruiert.


Der „Caset“, ein kleiner Raum, in dem man die Milch und die daraus hergestellten Produkte frisch hielt. Handgefertigte Gebrauchsgegenstände zeigen, wie man Milch und Lab verarbeitet hatte, um Käse und Butter zu bekommen.
Der „Cason“ , eine Küche des 18.Jahrhunderts. Auch hier finden sich viele Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs.
Das „Suér“, das Schlafzimmer des 19.Jahrhunderts. Es ist klein und niedrig, um so gut wie möglich die menschliche Körperwärme zu konservieren. Auch hier erinnern zahlreiche Gegenstände daran, wie unsere Vorfahren gelebt haben.
Daneben befindet sich das Zimmer des „Tilér“. In jedem Haus stand ein Webstuhl mit all der dazu gehörenden Gerätschaft. Er weist auf das autarke Leben in den Bergen hin, wo es nötig war, alles, was man für das alltägliche Leben brauchte, selbst herzustellen. Hanf und Wolle wurden verarbeitet, gesponnen, im Haus gewebt/verwebt und die Tücher dann am Ort bedruckt.

In einem weiteren Raum ist die „Turnarìa“ und der „bac da Lignamér“ präsentiert. Hier befindet sich eine Drehmaschine mit Pedalbedienung und eine weitere, die über ein Mühlrad angetrieben wurde. Das Drechseln von Holz unter anderem der Hölzer, die für die Herstellung von Blasinstrumenten benötigt wurden, wurde in Quarna Sotto in viel größerem Maß als in Quarna Sopra entwickelt und betrieben.

In einem Eck finden wir den Arbeitstisch eines „Ciavatìn“ (Schuster) mit allen für diesen Beruf nötigen Werkzeugen. Dieser hat insofern eine große Bedeutung, als im 17. und 18.Jahrhundert ungefähr 200 Männer, nur bezogen auf Quarna Sotto, emigrierten, um andernorts als Schuhmacher zu arbeiten.

 

Unter den Nachfahren eines Giovanni Coppi, der emigriert war und sich in der ersten Hälfte des 18.Jhds. in Castellania niedergelassen hatte, finden wir den Weltmeister im Radfahren Fausto Coppi, dessen Stammbaum ausgestellt ist.
Viele weitere Gegenstände sind ausgestellt: Arbeitsgeräte und Gerätschaften des täglichen Bedarfs wie auch eine typische Frauentracht.

Die volkskundliche Abteilung